Die Ballade vom wilden Jägerleben

Es war einmal im Wald vor Jahren,
da kamen ein paar Jäger angefahren,
die spähten nach dem Führungswild.
„ Dass mir das ja bloß keiner killt!“
so sprach der erste unter ihnen,
„wir wollen mit ihm Geld verdienen,
denn so ein Platzhirsch, wissen wir,
das ist ein ganz besonderes Tier,
oft sehr verwöhnt, manchmal auch stur,
geht gern auf seiner alten Spur.
Und nun fängt unsere Jagd just an,
die Kunst wie man es fangen kann.
Ganz einfach, leise und diskret,
pirschen wir ran, wie schön´s da steht.
Das richt´ge Maß noch an Struktur,
so geht das hier in Wald und Flur.
Jetzt haben wir es gleich festgesetzt,
dann plötzlich heißs´ts schnell umgesetzt,
vom Plan zur Tat,
es kommt in Fahrt,
verführt das Tier mit viel Magie,
wie man das macht, na sagt mir wie.“
„ Na, so wie immer“, sagen mehr als einer,
„ Ja ist denn unter euch gar keiner,
der´s auch mal anders machen will?“
Da wird´s im Wald der Jäger still.
Es gibt ein Nuscheln und ein Flüstern,
plötzlich sehen sie vom Wild die Nüstern.
Und ist dabei schon zu entkommen,
jetzt heißt es schnell zusammenkommen,
und jeder faßt sich bei der Hand,
gefallen ist des Starrsinns Wand.
Ein Kreis der Jäger ist gebildet,
und Wild? – das hatte ausgewildet.

Nun, wie das kam? Ob neu, ob alt war´s doch ganz richtig
In dem Moment war nur das wichtig,
denn klar ist´s, was uns hier besticht,
wenn nicht gestanden dicht an dicht,
die Jäger hier im Wald,
verloren wär´des Tiers Gestalt,
und keiner was davon gehabt,
doch sie machten es, hochbegabt...................

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